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Die Insel Lindau (und zugleich der Stadtname, hier nun über die Altstadt) hat gegenwärtig rund 3000 Einwohner auf einer Fläche von 68 Hektar (0,68 km²). Die letzte amtliche Einwohnerzahl stammt aus der Volkszählung vom 25. Mai 1987 und betrug 2755. Damit ist Lindau nach Fläche sowie nach Bevölkerung die zweitgrößte Insel im Bodensee, nach der Reichenau.


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Jahrhundertelang lag Lindau bevölkerungsmäßig an erster Stelle und gab diese nach Bevölkerungsverlusten der Altstadt erst in den späten 1980er Jahren an die sechsmal so große und landwirtschaftlich geprägte Reichenau am anderen Ende des Sees ab. Zur Volkszählung 1970 betrug die Einwohnerzahl der Insel noch 4413, 1904 sogar 5853.


Die Insel ist vom Lindauer Stadtteil Aeschach auf dem Festland durch den Kleinen See getrennt. Der Kleine See ist durch die 150 Meter lange Landtorbrücke, über die die Chelles-Allee verläuft, im Osten und durch den 410 Meter langen Eisenbahndamm im Westen begrenzt und nimmt eine Fläche von rund 20 Hektar ein.

Eine Brücke gibt es an dieser Stelle bereits seit dem 13. Jahrhundert, wogegen der Eisenbahndamm im 19. Jahrhundert gebaut wurde.[1] Der Eisenbahndamm ist viergleisig und hat darüber hinaus am östlichen Rand einen vielbenutzten Rad- und Fußgängerweg. Er weist zwei Brücken über Durchfahrten für Boote auf.

Die über den Damm führende Strecke von Aeschach bis auf die Insel Lindau wurde als letztes Teilstück der Ludwig-Süd-Nord-Bahn, speziell der Allgäubahn, am 1. März 1854 in Betrieb genommen.


Die insgesamt unter Denkmalschutz stehende Altstadt von Lindau nimmt den großen östlichen Teil der Insel Lindau ein, auch Hauptinsel genannt. Im Zentrum läuft die Maximilianstraße mit der breiten Giebelfront des alten Rathauses am Reichsplatz von Ost nach West.

Parallel zu dieser Hauptstraße laufen im Süden die Ludwigstraße und nördlich die Grub. Beiden Straßen sieht man an ihrem gekurvten Verlauf noch die Entstehung innerhalb der mittelalterlichen Befestigung der Insel an.


Die kleinere ehemals separate Hintere Insel liegt westlich der historischen Stadtmauer und des ehemaligen Stadtgrabens. Dieser hintere Inselteil wurde um 1970 durch die Aufschüttung einer Seefläche zwischen der Pulverschanze und der Sternschanze um gut vier Hektar vergrößert, nimmt jetzt mit elf Hektar rund ein Sechstel der Inselfläche ein. An Stelle der ehemaligen Kaserne u a. die Bodenseeklinik des Arztes Werner Mang.


Der westlichste Punkt der Hinteren Insel und auch der gesamten Insel wird durch den 1508 errichteten Pulverturm und die Reste der 1902/03 errichteten ehemalige Luitpold-Kaserne markiert.


  1. Wolfgang Hartung: Die Anfänge des Damenstifts Lindau. In: Uwe Ludwig und Thomas Schilp (ed.): Nomen et Fraternitas. Berlin 2008, ISBN 978-3-11-020238-0, S. 699–717, hier S. 717. (Vorlage:Google Buch)