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Sie ist wieder da groß




1984 erwarb der Verein „Internationales–Bodenseeschifffahrtsmuseum e.V.“ den mittlerweile als Restaurant genutzten und extrem renovierungsbedürftigen Raddampfer aus dem Baujahr 1913.

Durch Spenden, den Einsatz zahlreicher Vereinsmitglieder und freiwilliger Helfer, gelang es Altlandrat Klaus Henninger aus Lindau und Schiffsingenieur Reinhard e. Kloser, die Hohentwiel letztlich wieder so schön wie in ihren ursprünglichen Zustand zu restaurieren: quasi wieder als Yacht des Königs von Württemberg.



Der namensgebende Berg bei Singen, der Berg und die Burg Hohentwiel befand sich ab 1300 in Besitz der Herren von Klingenberg. (Dokumentiert durch den Verkaufsvertrag mit Ulrich von Klingen)

1. und 2. Weltkrieg


Nachkriegszeit


Letztlich: Renovierung


Technik Bearbeiten

- L ü c k e


Verein Internationales Bodenseeschifffahrtsmuseum e.V. Bearbeiten

Der international geprägte Verein „Internationales–Bodenseeschifffahrtsmuseum e.V.“ hat seinen Sitz in Bregenz. Er hat knapp 2.000 Mitglieder aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Vereinsziel ist der Erhalt des Raddampfers H., durch Instandhaltung, Betrieb und Versicherung.

Die Anfänge der Bodenseeschifffahrt Bearbeiten

1824 führte Friedrich Cotta in Verbindung mit Church, dem damaligen Konsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Bordeaux, und König Wilhelm I. von Württemberg die Dampfschifffahrt auf dem Bodensee ein. Zu diesem Zweck gründete er mit Church und d'Hogguer die Friedrichshafener Dampfbootgesellschaft. Edward Church hatte bereits im Mai 1823 in Genf das erste Schweizer Dampfboot Guillaume Tell für den Genfersee gebaut. In den folgenden Jahren erhielt Church weitere Dampfbootaufträge für den Bielersee, den Neuenburger-See und den Zürichsee.

Von Cotta und Church, letzterer wurde in einem Zeitungsartikel auch „Direktor der Dampfschiffswerften am Bodensee“ genannt, hatten sich parallel zu den Vorbereitungen in Württemberg auch in Bayern um das Privileg (die staatliche Genehmigung) zum Bau und Betrieb eines Dampfschiffes auf 12 Jahre bemüht. Daher wurden auf dem Friedrichshafener Schiffsholm gleichzeitig zwei Dampfschiffe gebaut: das württembergische Schiff Wilhelm und die für den bayerischen Standort vorgesehene Max Joseph. Beide Schiffe wurden 1824 im Abstand von wenigen Wochen in Dienst gestellt.

Obwohl im Besitz des bayerischen Schifffahrtspatentes konnte von Cotta mit seinem Projekt in Bayern nie Fuß fassen. Denn anders als der württembergische König, der den alteingesessenen Schiffern die Privilegien gegen Zahlung einer Leibrente abgekauft hatte, setzte sich die Königlich Bayerische Regierung nicht für die Dampfbootgesellschaft ein. Von Cotta konnte seinen Betriebsstützpunkt Lindau nicht halten. Er versuchte daraufhin, zum badischen Bodenseeufer auszuweichen. Auch hier stieß er auf den erbitterten Widerstand der Schiffergilden.

Nach kaum sechsjährigem Betrieb war die Holzkonstruktion des Schiffes durch die Erschütterungen der Dampfmaschine soweit in Mitleidenschaft gezogen, dass die Max Joseph 1829 außer Dienst gestellt werden musste. Sie wurde zum Abbruch freigegeben, nachdem von Cotta und Church vergeblich versucht hatten, das Schiff zu einem Spottpreis an die bayerische Regierung zu verkaufen.

Aus Cottas Briefen geht hervor, dass ihm sein Misserfolg auf dem Bodensee die letzten Lebensjahre so stark wie kaum etwas anderes in seinem Leben verbitterte.

Weblinks Bearbeiten


Siehe auch